Sturm Vaia: 12 Millionen Euro stehen für Betroffene bereit

Wer Ende Oktober 2018 aufgrund der Unwetter Waldschäden erlitten hat, kann ab Montag in den Forststationen um eine Beihilfe für die entsprechenden Aufräumarbeiten ansuchen



Ein weiterer Schritt in der Hilfe für die vom Sturmtief Vaia betroffenen Waldeigentümer: Ab Montag, 29. Juli ist es möglich, die Anträge zu den Beihilfen für die Aufräumarbeiten – die sogenannte Bringungsprämie – einzureichen. Zwölf Millionen Euro stehen dafür im Jahr 2019 bereit.

Anlaufstellen sind die Forststationen, die beim Ausfüllen behilflich sein werden. Allerdings sollten sich die Gesuchsteller rechtzeitig telefonisch an das Personal der Stationen wenden und einen Termin vereinbaren. Nur so lassen sich bei landesweit mehr als 2000 zu erwarteten Anträgen die Wartezeiten möglichst kurz halten.

Wer um wie viel ansuchen kann

Ansuchen können sowohl Waldeigentümer, die die Arbeiten bereits abgeschlossen haben, als auch jene, die noch damit beschäftigt sind. Prioritär werden allerdings die bereits beendeten Arbeiten behandelt – oder solche Waldeigentümer, die bereits Zahlungen für einzelne Arbeitsfortschritte tätigen mussten.

Die Höhe der Beihilfe ist gestaffelt: Neun Euro pro Kubikmeter gibt es für Arbeiten mit Seilwinde, Traktor oder der speziellen Holzernte-Maschine Harvester. 15 Euro hingegen werden bei Arbeiten mit Seilkran ausbezahlt.

Grünes Licht aus Rom und Brüssel

Wie Forstlandesrat Arnold Schuler berichtet, war es nach langen Verhandlungen mit Rom und Brüssel gelungen, die Bringungsprämie nicht nur bei Streu-, sondern auch bei Flächenschäden zu ermöglichen. Genau solche Flächenschäden waren im vergangenen Jahr aufgrund des Windwurfes aufgetreten. Zusätzlich war es gelungen, die staatlichen bzw. EU-Behörden zu überzeugen, dass für die Prämien nicht erst nach Ende der Arbeiten angesucht werden kann, sondern bereits vorher. Nachdem auch die EU grünes Licht gegeben hatte, konnte auch die Landesregierung die Voraussetzung für die Auszahlung der sogenannten Bringungsprämie schaffen: Zwölf Millionen Euro stehen laut Schuler heuer zur Verfügung, finanziert je zur Hälfte aus Mitteln von Land und Staat.

Bisher haben Eigentümer selbst bezahlt

1,5 Millionen Bäume lagen nach dem Windwurf Ende Oktober am Boden. Rund die Hälfte davon wurde mittlerweile aus dem Wald geschafft worden, berichtet der Direktor der Landesabteilung Forstwirtschaft Mario Broll: "Die Arbeiten hat jeder Eigentümer selbst bezahlt." Nun kommt mit der Bringungsprämie finanzielle Unterstützung.









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